Nova Vida

Nova Friburgo und die Portugiesen im Greyerzerland

Beschreibung

Im Jahr 2018 jährt sich zum 200. Mal der Abschluss eines Vertrags für die Gründung einer Schweizer Kolonie in Brasilien, mit dem der Grundstein für die 130 km von Rio de Janeiro entfernten Stadt Nova Friburgo gelegt wurde, in der sich die Schweizer Auswanderer 1819 niederliessen. 2000 Personen aus sechs Kantonen ‒ darunter 800 Freiburgerinnen und Freiburger aus rund 70 Gemeinden ‒ wollten der Wirtschaftskrise in Europa und dem dort herrschenden Hunger entfliehen und nahmen das Angebot des Königs von Brasilien an. Sie verliessen ihre Heimat und begannen eine ebenso aussergewöhnliche wie gefährliche Reise: Es ist eine der grössten organisierten Auswanderungen in der Geschichte unseres Landes.

Förderung fotografischen Schaffens und schrittweiser Aufbau eines fotografischen Kulturgutes für den Kanton.  Der Fotograf Thomas Brasey möchte das Thema Auswanderung aus einem distanzierteren Blickwinkel betrachten, als Spiegelbild der heutigen Migrationsphänomene in der Schweiz, die sich vom Aus- zum Einwanderungsland entwickelt hat.

Führung

Die Schülerinnen und Schüler entdecken die Fotoarbeit von Thomas Brasey über Nova Friburgo und seine Geschichte. Sie stellen sich Fragen über die Bilder, die Emotion, die diese auslösen, und das, was sie erzählen.
Im zweiten Teil der Ausstellung entdecken sie den Parcours der Emigranten, die vor 200 Jahren aus der Schweiz nach Brasilien auswanderten. Auf einer Weltkarte können sie das Ausmass der globalen Migrationen ermessen und die Ursprünge ihrer Familie lokalisieren. Sie stellen sich Fragen über die Rolle, welche Bilder, nationale Folklore oder kulinarische Spezialitäten für die Integration spielen.
Die starke Präsenz portugiesischer Immigranten im Kanton wird parallel dazu mit den gleichen Fragen thematisiert: Aus welchen Gründen verlassen sie ihre Heimat, wie richten sie sich in einem neuen Land ein, wie lässt sich mit einer Identität leben, die an mehrere Länder gebunden ist? Dank der Vielfalt der Standpunkte und Zeugnisse, die in der Ausstellung zu sehen sind, lassen sich die Vorurteile überwinden, die man über sich selbst und über andere hegt.

 

Angebotsdetails

Zeitraum

Samstag, 16. Dezember 2017 bis Sonntag, 15. April 2018

Angebotszeiten / Bemerkungen

Dienstag bis Freitag, 8h15 -12h und 13h30-17h

Tag(e)

Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Dauer

60 Minuten

Ort der Tätigkeit

Musée gruérien, Rue de la Condémine 25, 1630 Bulle

Zielgruppe

9-11H - Zyklus 3

Sprache des Angebots

Französisch
Deutsch

Art des Angebots

Atelier und/oder Besuch eines Museums oder eines Kulturerbes

Kulturelle Bereiche

Bildende Kunst, Fotografie & Design
Historisches und kulturelles Erbe

Kosten und Anmeldung

Kosten mit Unterstützung von Kultur und Schule

Gratis: spezielles Angebot des Programms Kultur und Schule für obligatorischen Unterischt und Sekundarstufe 2. Für die Teilnahme müssen Sie also Ihren jährlichen Gutschein Kultur & Schule nicht einlösen.

Bewerbungsfrist

1 Woche vor dem Besuch

Anmeldung

Sich anmelden

Kulturakteur

Musée gruérien

Sophie Menétrey
Coordinatrice médiation
Rue de la Condémine 25
1630 Bulle
026 916 10 10

Lehrmaterial

Weitere Angebote